Es begann am Goldberg

Es begann am GoldbergDie Arbeiten an der Bergstrecke der Bahnlinie begannen, wie aus der Pfarrchronik ersichtlich ist, am ‚Goldberg’ in Payerbach.

„Der siebte August war der furchtbare Tag an welchem der ganze revolutionslustige Schwarm mit deutschen Fahnen ganz unerwartet, ohne dass vorher die geringste Vorkehrungen zum Unterstand und Unterhalt dieser Menschen getroffen worden wären, in Payerbach anrückte und sich wie eine Hunnenhorde über das kleine Dörfchen ergoss. Ohne zu fragen, wurden sogleich alle Zimmer und Räume des Ortes in Besitz genommen. Dieses ganz entsittlichte, in mehr thierischem Genusse versunkene, von Religion nicht eine Spur zeigende Gesindel herrschte nun mit einer solchen Arroganz und mit einer solchen Brutalität, dass von einer Sicherheit des Lebens und des  Eigenthumes keine Rede mehr seyn konnte.“

„Im Sommer 1849 wurde mit dem Bau des großen Viaduktes oberhalb von Payerbach sowie mit dem des kleinen über den Payerbachgraben begonnen; ebenso wurde die Fahrstraße von der Brücke in Payerbach bis zum Bahnhofplatz angelegt“, schrieb Pfarrer Rosenau in die Payerbacher Pfarrchronik.

In der letzten Bauphase musste der Bau des großen Viaduktes enorm beschleunigt werden,  damit er von den Preislokomotiven anfangs August 1851 befahren werden konnte.  

 

 

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Foto: Prof. Robert Pap – aus dem Buch „Weltkulturerbe Semmeringbahn“